Hydrogas

Fostering energy efficiency and GHG-emissions savings through the recuperation of residual gases in the aluminium recycling industry

Projektzusammenfassung

Das Projekt LIFE HYDROGAS zielt darauf ab, als erstes eine innovative Lösung zu implementieren, die den Restgasstrom (Hydrogas) aus dem Recyclingprozess von salzhaltigen Aluminiumschlacken nutzen kann. Der Fokus liegt darauf, diesen Gasstrom zu stabilisieren, Verunreinigungen zu entfernen und die Hauptkomponenten so zu trennen, dass hochreine H₂- und CH₄-Ströme gewonnen werden, die als alternative Brennstoffe zu Erdgas verwendet werden können.
Aufgrund der Komplexität des Gasstroms ist eine Aufbereitung erforderlich, einschließlich einer Reinigung zur Entfernung bestimmter Verbindungen (wie Siloxane, H₂S und VOCs), bevor der Trennprozess erfolgen kann. Zu diesem Zweck wird eine Integration mehrerer auf dem Markt verfügbarer Reinigungstechnologien durchgeführt, um die Verunreinigungen im Gas bis auf zulässige Grenzwerte zu reduzieren, sodass sie anschließend getrennt und genutzt werden können. Das im Gasstrom enthaltene NH₃ wird zurückgewonnen und für den späteren Verkauf aufbereitet. Die physikalischen Schwankungen des Hydrogas-Stroms werden durch den Einsatz von Dämpfungstechnologien stabilisiert, die eine kontinuierliche Zufuhr gewährleisten.
Die erfolgreiche Installation und der Betrieb einer Anlage zur Behandlung und energetischen Nutzung des Restgasstroms, die das Kernstück des Projekts LIFE HYDROGAS bildet, wird die Umweltbelastung des Recyclingprozesses von salzhaltigen Schlacken um 36 % reduzieren. Dies umfasst eine Senkung des Energieverbrauchs um 17,9 GWh/Jahr sowie eine Verringerung der CO₂-Emissionen um 3.619 Tonnen CO₂-Äquivalent/Jahr.

Koordinator-Kontakt

Koordinierender Begünstigter:

BEFESA ALUMINIO SLU

Adresse:

Crta. Luchana Asúa, 13 48950, Erandio (Vizcaya), SPANIEN

Kontaktperson:

Jessica Montero

jessica.montero@befesa.com

Administrative Daten

Referenz:

LIFE23-CCM-ES-LIFE-HYDROGAS/101157282

Förderfähiges Gesamtbudget:

3.734.385€

EU-Beitrag:

2.240.631€

Zielsetzung

Das Hauptziel des Projekts besteht darin, eine innovative Lösung zu implementieren, die den Restgasstrom Hydrogas stabilisieren, aufbereiten und trennen kann, sodass hochreine H₂- und CH₄-Ströme gewonnen werden. Diese sollen als alternative Brennstoffe zu Erdgas in Dampfkesseln genutzt werden.

Erwartete Ergebnisse

Ausgerichtet auf das Hauptziel werden die folgenden erwarteten Ergebnisse vorgeschlagen

Technische   

  • Charakterisierung des Restgasstroms Hydrogas und Generierung von Wissen, das in anderen Anlagen zur Behandlung von salzhaltigen Schlacken angewendet werden kann.
  • Bau und Integration einer Demonstrationsanlage zur Behandlung, Trennung und Nutzung von 750 Nm³/h des wasserstoffreichen Restgasstroms.

  • Betreiben und Validieren der Hydrogas-Demonstrationsanlage unter verschiedenen Betriebsbedingungen, schrittweise und auf globaler Ebene.
  • Demonstration der industriellen Anwendung der Gastrenntechnologie mittels Membranen in einem wasserstoffreichen Strom, kombiniert mit einer vorherigen Reinigungsstufe.
  • Hochwertige Verbindungen zurückgewinnen
    • Wasserstoffstrom: 3.512.761,56 Nm³/Jahr.
    • Methanstrom: 894.718,44 Nm³/Jahr.
    • Ammoniakstrom: Ammoniumsulfat: 5.769,79 t/Jahr und ammoniakbasierte Derivate: 251,9 t/Jahr.
  • Wiederholung der Ergebnisse in anderen Salzschlackenaufbereitungsanlagen innerhalb von fünf Jahren nach Projektabschluss

Umwelt

  • Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen durch saubere und recycelte Brennstoffe. Senkung des Erdgasverbrauchs um 36 %.
  • Verringerung der Treibhausgasemissionen um 3.619 Tonnen durch die Nutzung von Wasserstoff, der aus dem Restgasstrom zurückgewonnen wurde.
  • Rückgewinnung von Energie aus den Wasserstoff- und Methanströmen: 9.518,62 MWh/Jahr bzw. 8.398,72 MWh/Jahr.

Sozioökonomisch

Als Katalysator für die Entwicklung von zirkulären Geschäftsmodellen wirken, Synergien zwischen verschiedenen Industrien fördern, Arbeitsplätze schaffen, den Austausch von Wissen erleichtern und die soziale Integration fördern. Diese Auswirkungen tragen insgesamt zu einer nachhaltigeren und prosperierenderen Zukunft für die Region bei und dienen als Modell für nachhaltige industrielle Praktiken.